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Der Jahresrückblick 2014

 

Wir sind ein kleiner Teil der AG Imkerei – einmal vor und einmal nach dem Anlegen unserer Arbeitskleidung.


Wir kümmern uns jede Woche um die Bienenvölker in unserem Schulgarten. Die Imkerei ist heute  besonders notwendig, da die Honigbiene als wichtigster Bestäuber inzwischen durch mehrere Faktoren in ihrem Bestand deutlich dezimiert ist. Sowohl der Einsatz von Pestiziden, als auch Monokulturen in der Landwirtschaft gefährden die Honigbiene. Der größte Feind ist jedoch die eingeschleppte Varroamilbe. Wegen ihr kann heutzutage nahezu kein Bienenvolk mehr in freier Wildbahn überleben. Umso bedeutsamer ist die Arbeit der Imker. In unserer Chronik des Bienenjahres 2014 können Sie uns und unseren Bienen bei der Arbeit zusehen.

 

Teil 1:  Frühlingserwachen

Nachdem es dieses Jahr eh keinen echten Winter gab, war es nun am 24. Februar so warm, dass alle Bienenvölker unserer AG Imkerei gleichzeitig flogen und bereits den ersten Haselnuss- und Erlenpollen eingetragen haben, den sie zur Versorgung der neuen Brut brauchen. Besonders schön ist, dass anscheinend alle neun Völker, die wir eingewintert haben, überlebt haben. Dies ist wegen des schlimmsten Bienenfeindes – der Varroa-Milbe – heutzutage keineswegs selbstverständlich. Anscheinend hat sich das neue biologische Behandlungskonzept, das wir in diesem Jahr zum ersten Mal zur Bekämpfung der Varroa angewendet haben, bestens bewährt.

Ob die einzelnen Völker wirklich alle vollständig intakt sind und zum Beispiel eine Königin haben, werden wir aber erst feststellen können, wenn wir sie zum ersten Mal durchsehen. Damit warten wir noch ein bisschen, bis das Thermometer mindestens 14°C anzeigt, um unsere Bienen und vor allem ihre Brut nicht unnötig der Kälte auszusetzen.

Um die Wartezeit, bis wir wieder an den Bienen arbeiten können zu verkürzen, haben wir nochmals unsere Theoriekenntnisse zu den verschiedenen Bewohnern eines Bienenvolks wiederholt und zugleich unseren Imkereiraum etwas schöner gestaltet, indem wir eine Arbeiterin, eine Königin und einen Drohn (männliche Biene) an die Wand des Imkerraumes gemalt haben. Die Bilder können zugleich der nächsten Imkergeneration als Lehr- und Anschauungsmaterial dienen.

 

 

Teil 2: Erste Durchsicht

Nachdem es nun seit ca. einer Woche richtig warm ist und die Temperaturen am frühen Nachmittag deutlich über 14°C liegen, haben wir am 10. und am 13. März die erste Durchsicht unserer Völker vorgenommen. Acht von neun eingewinterten Völkern schauen sehr gut aus. D.h. es ist frische Brut und damit eine Eier legende Königin vorhanden, ebenso genügend Futter aus dem Wintervorrat. Darüber hinaus tragen die Arbeiterinnen reichlich Pollen ein, der als Eiweißnahrung für die Aufzucht der jungen Brut benötigt wird. Aufgrund der sehr warmen Witterung findet man in den Völkern schon enorme Einlagerungen von frischem gelben Pollen.

Im Moment ist die wichtigste Trachtpflanze die Weide, deren Knospen inzwischen aufgeplatzt sind und strahlend gelb leuchten.

 

Im Folgenden sehen Sie einige Impressionen, wie eine unserer Bienen im Pausenhof Pollen an einer Weide sammelt. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie an den Hinterbeinchen der fliegenden Biene bereits etwas Gelbes erkennen. Hier klebt die Biene beim Sammeln den Pollen hin.

Und kommt nach getaner Arbeit mit dicken „Pollenhöschen“ zurück in den Stock.

Ein Volk, das vor zwei Wochen durchaus auch geflogen ist - wenn auch sehr schwach - hat den Winter doch nicht überlebt. Um sicher zu gehen, dass sich von dort aus keine eventuell vorhandenen Krankheitsüberträger ausbreiten, haben wir vorsichtshalber die alten Waben alle verbrannt. Die Kästen werden intensiv gereinigt.

 

 

Teil 3: Wildblumenwiese

Am 17. und 19. März war es so kühl, dass wir unsere Bienenvölker nicht geöffnet haben. Stattdessen haben wir im Schulgarten eine weitere Fläche als Wildblumenwiese angesät. Die Vielfalt, der dort wachsenden Blumen dient das ganze Jahr über Schmetterlingen, Wildbienen und vielen anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Anders als auf gedüngten landwirtschaftlichen Flächen gedeihen auf so einer Wildblumenwiese die vielfältigsten Pflanzen, so dass sich hier die verschiedensten Insekten bedienen können.

 

Kenner und Interessierte können im Folgenden nachlesen, welche Samen wir ausgebracht haben:

Aufgeblasenes Leimkraut, Borretsch, Brauner Dost, Buchweizen, Dill, Echter Löwenschwanz, Echtes Johanneskraut, Färberkamille, Feldthymian, Fenchel, Gelbklee, Gemeine Nachtkerze, Klatschmohn, Kleiner Wiesenknopf, Koriander, Kornblume, Kulturmalve, Luzerne, Margerite, Mariendistel, Moschusmalve, Natternkopf, Ringelblume, Schafgarbe, Schwarzkümmel, Wiesensalbei, Wilde Malve, Wilde Möhre, Wilde Resede.

 

 

Teil 4:  In voller Blüte

Ende März, Anfang April hat sich die Lage für unsere Bienen nun völlig verändert. Während wir vor zwei Wochen kontrolliert haben, ob unsere Völker noch genügend Futter aus ihrem Wintervorrat haben, steht in der Natur nun vieles in voller Blüte und unsere Bienen können jetzt nicht nur Pollen (die Eiweißnahrung für die Brut) sammeln, sondern finden nun auch schon reichlich Nektar.

Dementsprechend entwickeln sich die Völker nun sehr rasch und legen rasant an Volksstärke zu, denn die Königin steuert die Anzahl der Eier, die sie am Tag legt, nach der Menge des Futters, das die Arbeiterinnen eintragen. So finden wir inzwischen schon sehr große Brutnester in den Völkern. Auf dem Bild unten sieht man eine Wabe, die komplett mit verdeckelter Brut besetzt ist, die in den nächsten Tagen als fertiges Insekt schlüpfen wird.


Dass die Völker dieses Jahr schon so früh so stark entwickelt sind, liegt natürlich an der ungewöhnlich warmen Witterung der letzten Wochen und dem damit einhergehenden reichhaltigen Nahrungsangebot. In direkter Umgebung unseres Schulgartens blüht nun schon vieles, das Nektar bietet, hier eine kleine Auswahl:

    • Die Schlehe

    • Wespenkönigin, Marienkäfer und Honigbiene an Ahornnektar



    • Die Wildkirschen, die im angrenzenden Wald in großer Menge vorkommen.

  • Aber auch der Löwenzahn, der eine gute Trachtquelle ist. Als Tracht bezeichnet man das Nahrungsangebot an Pollen und Nektar.

Aber nicht alles, was farbenprächtig blüht, bietet den Bienen oder anderen nützlichen Insekten eine sinnvolle Nahrungsgrundlage. So ist z.B. die in vielen Gärten momentan gelb erstrahlende Forsythie für unsere Bestäuber völlig wertlos, da sie weder Pollen noch Nektar liefert. Wenn Sie unseren Insekten, die wir z.B. zum Bestäuben unserer Obstbäume so dringend brauchen, etwas Gutes tun möchten, dann greifen Sie doch bitte bei der Gartengestaltung lieber zu einheimischen Gewächsen, die den Bienen nutzen.

 

 

Teil 5: Es honigt!

Wegen der Osterferien haben wir nun schon länger nichts mehr von unseren Völkern berichtet. Noch vor den Ferien haben wir den Honigraum aufgesetzt. Das heißt unsere Völker haben einen weiteren Kasten bekommen, in den diese den Honig einlagern sollen. Damit wir später gut ernten können, wird  zwischen das bisherige Volk und den Honigraum ein Gitter gelegt, durch das zwar die Arbeiterinnen, nicht aber die etwas größere Königin passt. Dementsprechend kann sie keine Eier in den Honigraum legen und wir haben keine Probleme bei der Ernte.
Inzwischen haben die fleißigen Bienchen schon einiges gesammelt und wir hoffen, bald ernten zu können.

 

 

Wenn eine Wabe so aussieht wie auf dem Bild, ist sie perfekt zum Schleudern. Denn wenn die Bienen den Honig – wie auf dem Bild – mit Wachsdeckeln verschließen, ist er reif – d.h. der Wasseranteil ist so gering, dass der Honig dauerhaft haltbar ist.

 

 

Teil 6: Es läuft! Es läuft!

 

Der Honig fließt! Auch dieses Jahr konnten wir im Mai und im Juli ernten.

In den letzten Maitagen haben wir den Frühjahrshonig entnommen und die Waben wie gewohnt kalt geschleudert. Auch wenn die Ausbeute nicht sehr üppig ausfiel, kamen doch beide Imkergruppen zum Zuge und durften ernten.

Leider war das Wetter auch im Juni und Juli keineswegs ideal. Es gab zwar keinerlei längere Schlechtwetterperioden, in denen die Bienen nicht sammeln konnten. Ganz im Gegenteil: Es war fast immer sonnig und warm – also ideales Flugwetter für unsere Summer. Aber gerade deshalb war es oft zu trocken, es blühte einfach relativ wenig und die wenigen Blüten vertrockneten schneller und bildeten deutlich weniger Nektar. Dennoch konnten wir – wegen der hohen Völkerzahl – eine zweite passable Ernte durchführen, sodass wir am Schulfest wieder unsere Köstlichkeiten anbieten konnten. Wie schon in den letzten Jahren waren wir nach relativ kurzer Zeit ausverkauft.

 

 

Zum ersten Mal haben wir unsere Etiketten nicht selbst bedruckt, sondern von einer  professionellen Druckerei wasserlösliche Aufkleber herstellen lassen, sodass diese leicht abzulösen und die Gläser dementsprechend unproblematisch wiederverwendbar sind.

Wir und die Umwelt freuen uns über jedes abgegebene und wieder verwendete Glas.

 

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