Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

„Manchmal fehlen die Worte, was die Menschen alles mitgemacht haben!“                               

Zeitzeugengespräch mit Herrn Siegfried Heilig

 

 

Eine denkwürdige Begegnung hatten die Schüler der Q11 am Montag, den 12. Mai 2014, als Herr Siegfried Heilig als Überlebender des Holocaust aus seinem Leben erzählte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr Heilig wurde 1934 in einer Sintifamilie in Magdeburg geboren, der Vater war Schausteller und Marionettenspieler und der Junge musste schon früh die Diskriminierungen gegen seine Volksgruppe erfahren. In der Schule wurde er in die letzte Reihe gesetzt und erkannte erst später, dass er eigentlich unerwünscht war. Da half es auch nichts, dass  Vater, Großvater und Onkel im 1. Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatten. Als 1943 alle Sinti in Magdeburg für die Deportation nach Auschwitz verhaftet wurden, blieb er, zusammen mit den Eltern und Geschwistern, nur durch die Geistesgegenwart der Großmutter unerkannt und konnte so dem Holocaust entkommen.

Versteckt im Wald und dann unter dem Schutz eines Landrates überlebte die Familie den 2. Weltkrieg. Aber noch heute geht ihm das Schicksal der in Ausschwitz umgekommenen Familienmitglieder sehr nahe, was die Begegnung mit ihm für die Schüler nur umso eindringlicher machte.

„Wo hätte ich denn hinsollen?“

Auch in der Bundesrepublik musste Herr Heilig weiterhin Diskriminierungen erfahren, als es beispielsweise um die Suche nach einer Wohnung ging. Er übernahm das Geschäft seines Vaters, arbeitete lange als Puppenspieler und später als mobiler Kinovorführer.

Die von Schülern gestellte Frage, warum er nach 1945 überhaupt in Deutschland geblieben sei, war für ihn zunächst völlig unverständlich; er sei hier geboren, aufgewachsen und habe mit dem Geschäft seines Vaters auch seine Lebensgrundlage hier gehabt. Wo hätte er denn hinsollen?

Aktuelle Wahlplakate wie „Geld für die Oma, statt für Sinti und Roma“ schmerzen ihn allerdings sehr und zeigen, dass es immer noch viele Nazis gibt. Umso mehr sind Zeitzeugengespräche, wie das mit Herrn Heilig wichtig, damit Diskriminierung auch im Kleinen vermieden wird.

 

 12.5.2014

NEUES erfahren

Beiträge von Radio Emil

CO2-Rechner



BÜCHER lesen

Empfehlungen zur Leseförderung
(nicht nur) von Jungen
von www.boysandbooks.de 

Sommer 2022
Winter 2021



TERMINE
einsehen

Di 28.3.23, 18:30 - 19:30 Uhr:
Elternabend zur Fremdsprachenwahl

Fr 31.3.23, 11:30 Uhr:
Unterrichtsschluss